Artikel Lexikon der Biologie

Affinität w [von latein. affinitas = enge Beziehung; Adj. affin],1) in der Chemie Reaktionsaffinität, die "chemische Triebkraft", mit der sich Elemente oder Moleküle zu neuen Stoffen verbinden (chemische Bindung, chemische Verbindungen). Bindungsaffinität. 2) in der Biochemie Neigung von Molekülen zum Zusammenschluß, die sich z. B. in der Bindungsstärke von Antikörpern zu einem Epitop des Antigens (Affinitätskonstante) zeigt oder in der Affinität eines Enzyms zu seinem Substrat (Enzyme, aktives Zentrum); in der Cytologie steht der Begriff auch für die Neigung ganzer Zellen zum Zusammenschluß und zur Anlagerung von Zellen an extrazelluläre Strukturen, die mit eine Grundlage für die in der Embryonalentwicklung erfolgenden morphogenetischen Bewegungen ist. 3) in der Ökologie der Sachverhalt, daß bestimmte Arten aufgrund ähnlicher Umweltansprüche (z. B. Nahrung, abiotische Faktoren, biotische Faktoren; ökologische Affinität) oder aufgrund gegenseitiger Abhängigkeit (soziologische Affinität) in einer Biozönose (Standort) gemeinsam auftreten. Artenkombination. 4) in der Phytopathologie und Parasitologie die Anfälligkeit eines Wirts für einen Krankheitserreger oder Parasiten.

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  Ökologie, Biochemie

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