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Lexikon der Biologie |
AIHA, Abk. für autoimmunhämolytische Anämie, beschleunigter Abbau von Erythrocyten (Anämie) durch die Markierung der Zellen mit Antikörpern gegen Antigene der Erythrocyten-Membran (Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ 2 nach Coombs und Gell). Die Antikörper werden durch den Fc-Rezeptor der Makrophagen in der Milz und der Leber erkannt. Als Ursache für die Entstehung autoreaktiver Antikörper werden bakterielle und virale Infektionen sowie Spontanmutationen diskutiert. Das Wirkungsoptimum der antierythrocytären Antikörper kann bei verschiedenen Temperaturen liegen (Wärme- bzw. Kälte-Agglutinine). Ihr Nachweis erfolgt durch den Coombs-Test. Auch einige Arzneimittel können in seltenen Fällen allergische (Allergie) oder Autoimmunantworten gegen Erythrocyten hervorrufen.
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