Artikel Lexikon der Biologie

Aktivierung w, 1) Biochemie: bei niedermolekularen Stoffwechselprodukten, aber auch bei den biologisch wichtigen Makromolekülen (Biopolymere) die Überführung in einen reaktionsbereiten Zustand, wobei die erforderliche Aktivierungsenergie häufig durch Reaktion mit einer energiereichen Verbindung, wie ATP (Adenosintriphosphat), bereitgestellt wird ( vgl. Tab. ). Im Rahmen der zentralen Stoffwechselwege (Stoffwechsel) sind die Aminosäure-Aktivierung, die Fettsäure-Aktivierung und die Glucose-Aktivierung von besonderer Bedeutung. Die Aktivierung von Enzymen erfolgt häufig durch Anlagerung von Aktivatoren oder – wie bei vielen Proteasen – durch Abspaltung bestimmter Peptidgruppen, die als Sperre bei den entsprechenden Vorstufen (Proenzymen) wirken. Gruppenübertragung, Pyrophosphat. 2) Aktivierung der Eizelle, Vorgang, der in der "ruhenden" Eizelle den Beginn der Embryonalentwicklung einleitet, meist ausgelöst durch den Eintritt der Spermien (Befruchtung). Bei parthenogenetischen Arten (Parthenogenese) erfolgt die Aktivierung unter anderem durch mechanische Verformung bei der Eiablage (Schlupfwespen) oder durch artfremde Spermien (Fertilitätsparasitismus); künstliche Aktivierung z. B. durch Anstich (Frosch) oder Veränderung im Ionenmilieu (Seeigel).

Copyright Spektrum Akademischer Verlag

Alle Artikel zum Fachgebiet:
  Zoologie, Biochemie

[Drucken] [Zurück]

 
» zur Suche
 
 
Anzeige
 

Zugriff auf alle Lexika

erhalten Sie über ein Abonnement von Spektrum.de Premium. »
 
Anzeige
 
Science-Shop
Anita Schäffer/Norbert Schäffer
Entdecken Sie den Artenreichtum der Insektenwelt in ihrem Garten »
 

DenkMal

Mit welchem Hilfsmittel versuchte der französische Naturforscher Buffon im 18. Jahrhundert die Kreiszahl Pi zu bestimmen?
Pi
Mit einer Nadel
Mit einer Waage
Mit einem Weinfass
Mit einem Stab
top
szmtag