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Lexikon der Biologie |
Alkohol-Dehydrogenase w, Abk. ADH, Enzym, das in Hefen beim letzten Schritt der alkoholischen Gärung Acetaldehyd zu Ethanol hydriert, wobei das NADH+H+-System (Nicotinamidadenindinucleotid) die Reduktionsäquivalente liefert. Das Enzym katalysiert auch die Umkehrreaktion, die Dehydrierung von Alkohol (Name), wobei NAD+ als Wasserstoffakzeptor dient. Alkohol-Dehydrogenasen kommen außer in Hefen, wo sie wegen der alkoholischen Gärung von besonderer biotechnologischer Bedeutung sind, auch in vielen anderen Organismen vor. Alkohol-Dehydrogenase aus Leber bewirkt den Abbau von Ethanol – der auch unter normalen physiologischen Bedingungen mit der Nahrung aufgenommen wird (z. B. vergorene Früchte) –, aber auch von längerkettigen Alkoholen zu den entsprechenden Aldehyden. Unter der Wirkung einer Alkohol-Dehydrogenase aus der Netzhaut des Auges erfolgt die für den Sehvorgang erforderliche Regenerierung von Retinal zu Retinol. Alkohol-Dehydrogenasen enthalten im aktiven Zentrum Zn2+-Ionen und zählen deshalb zu den Metalloproteinen. Leber-Alkohol-Dehydrogenase ist ein aus zwei Polypeptiden aufgebautes Protein, wovon zwei sehr ähnliche genetisch bedingte Varianten E und S existieren. Dies führt zu den drei Leber-Isoenzymen vom Typ EE, ES und SS. Der Alkohol-Dehydrogenase-Typ EE setzt vorzugsweise niedermolekulare Alkohole wie Ethanol um, während der Typ SS größere Spezifität für Alkohole der Steroidreihe zeigt. Der Hybridtyp ES zeigt Mischspezifität. ADH-Methode, Alkoholismus, Chromosomenkarte (
Chromosomenkarte I
Chromosomenkarte II
Chromosomenkarte III
Chromosomenkarte IV
).
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