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Lexikon der Biologie |
Ammenschlaf, Bezeichnung für eine temporäre Veränderung des Schlafverhaltens einer einen Säugling betreuenden Person. Vom Säugling ausgehende Weckreize in Form kleinster motorischer Unruhe, Lautäußerungen von geringer Intensität (Schallfrequenz bis zu 3000 Hz) oder Geruchsreize (Einkoten oder Erbrechen) wecken sofort die in unmittelbarer Nähe schlafende Bezugsperson und lösen deren Zuwendung in Form von Anwesenheitssignalen oder Betreuung aus. Geräusche bedeutend größerer Lautstärke wie Baulärm oder Straßenlärm können die Bezugsperson aus ihrem Ammenschlaf nicht wecken, babyspezifische Reize jedoch sofort. Dies legt die Vermutung nahe, daß der Ammenschlaf ein Teil des intuitiven Elternprogramms ist.
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