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Lexikon der Biologie |
Anhydride [von griech. anhydros = wasserlos], Säureanhydride, durch Wasserabspaltung zwischen zwei gleichen oder verschiedenen (gemischte Anhydride) Säuren entstehende Verbindungen. Die anhydridische Bindung ist energiereich und besitzt dadurch ein hohes Gruppenübertragungspotential (energiereiche Verbindungen, Gruppenübertragung). Moleküle mit anhydridischen Gruppen sind daher als aktivierte Verbindungen (Aktivierung) des Zellstoffwechsels weit verbreitet. Zum Beispiel liegen von Phosphorsäure abgeleitete anhydridische Gruppen in den Nucleosid-5´-diphosphaten und Nucleosidtriphosphaten vor. Gemischte Anhydride zwischen Phosphorsäuregruppen und den Aminosäuren bzw. Fettsäuren kommen in Aminoacyl-Adenylsäuren bzw. Acyl-Adenylsäuren vor. APS (Adenosinphosphosulfat) und PAPS (Phosphoadenosinphosphosulfat) sind gemischte Anhydride zwischen Phosphorsäure und Schwefelsäure.
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