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Lexikon der Biologie |
Anion s [von griech. aniōn = nach oben gehend], ein einfach oder mehrfach negativ geladenes (elektrische Ladung) und daher im elektrischen Feld zur Anode (positive Elektrode) wanderndes Ion (Ionen), z. B. das Chlorid-Anion (Cl–), das Sulfat-Anion (SO42–) und die Anionen der organischen Säuren. Negativ geladene Molekülgruppen (anionische Gruppen) sind Bestandteile zahlreicher wichtiger Stoffwechselprodukte, z. B. das Carbonsäure-Anion (Carbonsäuren) in den Fettsäuren und Aminosäuren, Anionen von Phosphorsäure-Estern in den Nucleotiden und Nucleinsäuren. Letztere besitzen innerhalb jeder Molekülkette besonders viele anionische Gruppen (ein Phosphorsäurediester-Anion pro Nucleotidbaustein), weshalb Nucleinsäuren (z. B. Desoxyribonucleinsäuren) zu den Polyanionen gezählt werden. Aus Gründen der Elektroneutralität (neutral) können Anionen immer nur gepaart mit positiv geladenen Ionen (Kation) isoliert werden (chemische Bindung). In wäßrigen Lösungen, also auch innerhalb von lebenden Zellen, können Anionen-Kationen-Paare jedoch leicht austauschen. Bei Strukturformeln anionisch (bzw. kationisch) aufgebauter Moleküle oder bei deren Reaktionsgleichungen werden daher die kationischen (bzw. anionischen) Partner häufig nicht berücksichtigt. Anionenaustauscher, Elektrolyte, Nährsalze, Proteine, Phosphationen, Salze, Zwitterionen.
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