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Lexikon der Biologie |
Antiserum s [von *anti -, Serum], zellfreie, flüssige Phase geronnenen Blutes eines Organismus, die Antikörper verschiedenster Spezifität und andere Serumproteine enthält. Wurde der Organismus mit einem bestimmten Antigen immunisiert (Immunisierung), finden sich Antikörper gegen alle immunogenen Epitope (Epitop) des Antigens im Serum. Die aufgereinigte Form des Antiserums, die nur noch die Antikörper enthält, wird oft – inkorrekt – als polyklonaler Antikörper bezeichnet. Für die Aufreinigung können Methoden wie Fällung, Gelfiltration, Austauschchromatographie oder Affinitätschromatographie verwendet werden. Letztere hat durch den Einsatz von Protein A und Protein G große Bedeutung erlangt. Antikörper polyklonaler Herkunft gegen ein Antigen werden oft als sekundäre Antikörper in Immunassays eingesetzt, wo sie einen speziellen Isotyp eines Immunglobulins (Immunglobuline) erkennen. Gewonnen werden Antiseren aus größeren Säugetieren, meist Kaninchen, Ziege oder Schaf. Agardiffusionstest, Agglutinine, Agglutinogen, monoklonale Antikörper.
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