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Lexikon der Biologie |
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Arginin s, Abk. Arg oder R, eine α-Aminosäure, praktisch in allen Proteinen enthalten und Bestandteil des bei vielen Wirbellosen vorkommenden Phosphagens (Phosphagene) Argininphosphat. Arginin reagiert aufgrund der Seitenkette (
vgl. Abb.
) basisch und gehört deshalb zur Gruppe der basischen Aminosäuren (glykogene Aminosäuren). Es entsteht als Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus aus L-Arginin-Bernsteinsäure (Argininobernsteinsäure), die, katalysiert von der Argininsuccinat-Lyase, unter Abspaltung von Fumarsäure in L-Arginin überführt wird, um anschließend zu Ornithin und Harnstoff gespalten zu werden. Diese Spaltung wird durch eine bei ureotelischen Tieren besonders aktive Arginase (
vgl. Infobox
), ein Leberenzym, katalysiert. Argininämie, Canavanin, Glutaminsäure, Guanidin, Histone, Sørensen (S.P.L.), Trypsin.

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Arginin
Strukturformel (zwitterionische Form).
Im Gegensatz zu landlebenden Ureoteliern (Säugetiere, Frösche, zum Teil Schildkröten) kommt Arginase bei ureotelischen Fischen (marine Elasmobranchier: Haie, Rochen) außer in der Leber auch in anderen Organen vor und ermöglicht hier die Osmoregulation durch Erzeugung hoher Harnstoffkonzentrationen im Blut. Das im Kollagen der Schafs-Wolle enthaltene Arginin ermöglicht aufgrund seiner basischen Seitenkette die Bindung saurer Farbstoffe (Säurefarbstoffe) und ist damit Grundlage für die Wollfärbung.
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