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Lexikon der Biologie |
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Acetylcholinrezeptor m, cholinerger Rezeptor der neuromuskulären Endplatte; ist auf der Seite der Muskelfasermembran lokalisiert (sub- bzw. postsynaptische Membran). Beim Ankommen eines Aktionspotentials werden von der synaptischen Endigung eines motorischen Axons durch Exocytose synaptische Vesikel in den synaptischen Spalt abgegeben; der Neurotransmitter Acetylcholin wird frei und diffundiert zum Acetylcholinrezeptor (
vgl. Abb.
). Durch Wechselwirkung des Agonisten mit dem Rezeptor erhöht sich durch Öffnung der Ionenkanäle (nicotinische Acetylcholinrezeptor-Kanäle) kurzfristig die Durchlässigkeit der postsynaptischen Membran für Na+- und K+-Ionen (Na+ strömt ein, K+ aus). Der Acetylcholinrezeptor konnte mit Hilfe der Affinitätschromatographie aus den elektrischen Organen der Fische Torpedo californica und Electrophorus electricus, in denen diese Rezeptoren in sehr hoher Dichte vorliegen, isoliert werden. Er liegt als Komplex aus 4 Untereinheiten vor (2α, β, γ, δ; relative Molekülmasse 40 000–65 000); pro Komplex werden 2 Moleküle Acetylcholin gebunden. Der Antagonist α-Bungarotoxin (Bungarotoxine) bindet irreversibel an den Acetylcholinrezeptor, während D-Tubocurarin (Derivat des Curare) als reversibler Antagonist fungiert. Durch radioaktive Markierung dieser Toxine läßt sich der Acetylcholinrezeptor experimentell nachweisen. Agrin, ARIA, Rezeptoren, Synapsen.

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Acetylcholinrezeptor
1 Ankommen eines Aktionspotentials, 2 Ca2+-Einstrom, 3 synaptische Vesikel schütten Acetylcholin aus, 4 Acetylcholin bindet an Rezeptor, Ionenkanäle geöffnet: K+-Ausstrom, Na+-Einstrom; 5 Aktionspotential, 6 Acetylcholin-Esterase vernichtet überschüssigen Transmitter, 7 Na+-K+-ATPase stellt ursprünglichen Zustand wieder her (aktiver Transport) pM postsynaptische Membran mit Acetylcholinrezeptor, sS synaptischer Spalt.
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