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Lexikon der Biologie |
Atmungswärme; bei der Dissimilation von 1 mol Glucose werden unter Standardbedingungen 1660 kJ an Wärme erzeugt (Wirkungsgrad von 40%). Diese Wärme wird gewöhnlich durch Diffusion und Konvektion schnell abgeleitet, kann aber auch zur Wärmeerzeugung (Thermogenese) eingesetzt werden. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der Appendix des Kolbens (Spadix) vieler Aronstabgewächse (beim Aronstab, Arum italicum, etwa 20 °C über Umgebungstemperatur). Dabei werden innerhalb eines halben Tages 75% der Trockensubstanz des Kolbens aufgebraucht. Durch die Erwärmung, die vor allem gegen Abend auftritt, werden Ammoniak, Amine und Indole verdampft – im Dienst der Anlockung von Insekten zur Bestäubung. Die Atmung verläuft hierbei ausschließlich über den nur bei Pflanzen vorkommenden cyanidresistenten Weg. Homoiothermie, Temperaturregulation.
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