szmtag
Spektrum der Wissenschaft spektrumdirekt Sterne und Weltraum Gehirn&Geist epoc SciLogs WiS! Science-Shop
Artikel Lexikon der Biologie

Automimikry w [von *auto -, Mimikry], innerartliche Nachahmung zum Zwecke der Täuschung eines Signalempfängers (Signal). Diese kann 1) zwischen verschiedenen Individuen derselben Art sein. Im einfachsten Fall imitieren bei aculeaten Hautflüglern (Wespen, Bienen) die wehrlosen Männchen ihre wehrhaften Weibchen. Sie imitieren sogar die Stechbewegungen, ohne einen eigenen Wehrstachel (Giftstachel, Stechapparat) zu besitzen. Die Männchen der Dolchwespen (Hautflügler) haben sogar dazu einen eigenen Pseudostachel entwickelt, mit dem sie zustechen, ohne ernsthaft zu verletzen. In anderen Fällen (z. B. bei Bärenspinnern) profitieren ungiftige Individuen davon, daß andere Individuen in der Population giftig sind, weil sie mit der Nahrung genügend Giftstoffe aufgenommen haben. Sie selbst sind aber völlig ungiftig. 2) Intraindividuelle Imitation eigener Körperteile zum Zwecke der Tarnung oder häufiger zur Abschreckung. So imitieren verschiedene Schlangen oder junge Skolopender mit ihrem Hinterende ihren (gefährlichen) Kopf, der zudem noch auffällig gefärbt ist. Eine Reihe von Zipfelfaltern unter den Bläulingen bildet mit ihren Hinterflügeln einen falschen Kopf mit Fühlern und Augen aus, um damit Freßfeinde auf eine für Verletzungen tolerierbare Körperregion abzulenken. Ethomimikry, Hundertfüßer, innerartliche Täuschung, Mimikry.

Copyright Spektrum Akademischer Verlag

[Drucken] [Zurück]

 
» zur Suche
 
 
Anzeige
 

Zugriff auf alle Lexika

erhalten Sie über ein Abonnement von spektrumdirekt Premium. »
 
Anzeige
 
Science-Shop
Anita Schäffer/Norbert Schäffer
Entdecken Sie den Artenreichtum der Insektenwelt in ihrem Garten »
 

DenkMal

Welcher dieser Männer ist in seiner Disziplin wahrlich unsterblich?
der Mathematiker Alessandro Binomi
der Arzt Jakob Pilzbarth
der Jurist Friedrich Nagelmann
der Politiker Jakob Maria Mierscheid
top