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Kompaktlexikon der Biologie: Tapetum lucidum

Tapetum lucidum, im Auge u.a. vieler Plattwürmer (Plathelminthes), Gliederfüßer (Arthropoda) und einiger Wirbeltiere (Vertebrata) gelegene reflektierende Schicht, die meist aus Guaninkristallen besteht und beim Dämmerungssehen die Lichtausbeute erhöht. Bei den Wirbeltieren liegt sie hinter den lichtempfindlichen Strukturen fast immer in der Aderhaut. Das einfallende Licht erregt die Rezeptoren, wird anschließend am T.l. reflektiert und erregt, da es senkrecht auf das T.l. fällt, erneut dieselben Rezeptoren. Die Helligkeit und der Kontrast zwischen den stärker und schwächer beleuchteten Retinapartien werden so erhöht (der Zuwachs an Licht ist bei hellen Regionen bedeutend größer). Bei den Facettenaugen der Arthropoda liegt das T.l. zwischen den Ommatidien und kommt erst zur Geltung, wenn sich die Pigmente im dunkel adaptierten Auge in den Augenhintergrund zurückgezogen haben. Schräg auftreffende Strahlen können dann mehrfach reflektiert werden. Bei Insekten wird das Tapetum i.d.R. durch dicht gelagerte Tracheen gebildet. Eine auffällige Nebenwirkung des T.l. ist das Augenleuchten vieler Nachtfalter und nachtaktiver Wirbeltiere (z.B. der Katzen).

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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