Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Zellkultur, Bez. für die Kultivierung eukaryotischer Zellen in einem künstlichen flüssigen oder auf einem festen Wachstumsmedium, meist unter sterilen Bedingungen. Z. lassen sich sowohl von tierischen, als auch von pflanzlichen Zellen gewinnen und vielfach unbegrenzt vermehren, sodass so genannte Zelllinien entstehen. Von großer Bedeutung für die Krebsforschung sind Tumorzelllinien (Tumorzellen). Bei Pflanzen werden neben Einzel-Z. häufig auch Kalluskulturen angezogen, aus denen bei Bedarf Einzelzellen gewonnen werden können. Interessanterweise sind die meisten pflanzlichen Z. heterotroph, d.h. ihnen fehlt durch Chlorophyllmangel die Fähigkeit zur Autotrophie. Bei Mikroorganismen wird an Stelle des Begriffes Z. die Bez. Kultur verwendet.

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