Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Absorptionsgewebe, pflanzliche Gewebe, die hauptsächlich der Aufnahme von Wasser (Wasseraufnahme) und der darin gelösten Nährstoffe (Nährstoffaufnahme) dienen. Sie bestehen meist aus großen, dünnwandigen Zellen mit starker osmotischer Saugkraft. Das wichtigste A. der Landpflanzen ist die Rhizodermis, die nicht cutinisierte (Cutin) und auch nicht von einer Cuticula überzogene Epidermis von jungen Wurzeln. Die absorbierende Oberfläche ist bei vielen Pflanzen durch die Ausbildung von Wurzelhaaren vergrößert. Viele Epiphyten besitzen Luftwurzeln oder schuppenförmige Absorptionshaare, die Wasser aus Niederschlägen und bei hoher Luftfeuchtigkeit auch aus der Luft aufnehmen. An den Blättern untergetauchter Wasserpflanzen (Hydrophyten) finden sich häufig epidermale Absorptionsorgane (Hydropoten), die der Aufnahme von Nährstoffen aus dem Wasser dienen. Ein A. ist auch die Ligula der Moosfarne (Selaginellales) und Brachsenkräuter (Brachsenkraut).

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