Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Harnsäure, 2,6,8-Trihydroxypurin, stickstoffhaltiges Endprodukt des Abbaus von Proteinen, Aminosäuren, Nucleotiden und anderen stickstoffhaltigen Verbindungen bei Reptilien, Vögeln und vielen Insekten. Die Bildung von H. findet in Leber und Niere bzw. entsprechenden Organen, wie z.B. dem Fettkörper der Wirbellosen, statt, durch Einschleusung einfacher stickstoffhaltiger Zwischenstufen wie Ammoniak, Glutamin und Aspartat in den Purinstoffwechsel. Durch Oxidation von Hypoxanthin und Xanthin, den Abbauprodukten der Purinnucleotide, entsteht H. Bei Primaten ist H. lediglich das Abbau- und Ausscheidungsprodukt der Purinnucleotide, während die übrigen Stickstoffverbindungen als Harnstoff ausgeschieden werden. (Exkretion)

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