Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Lernen, eine Veränderung des individuellen Verhaltens unter dem Einfluss von Verstärkern und Erfahrungen. Voraussetzung für alle Formen des L. ist ein Gedächtnis. Wichtige Lernformen sind die Habituation, die Prägung, das assoziative L., das L. durch Nachahmung und das L. durch Einsicht. Beim assoziativen L. werden während eines Lernvorgangs (Konditionierung) Verknüpfungen (Assoziationen) zwischen zwei Ereignissen hergestellt, die ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten. Ein Lernerfolg tritt i.d.R. nur dann ein, wenn die beiden Ereignisse unmittelbar aufeinander folgen. Formen des assoziativen L. sind die klassische Konditionierung (bedingter Reflex) und die operante Konditionierung, die man auch als instrumentelles L. oder ein L. nach Versuch und Irrtum bezeichnet. Bei der operanten Konditionierung wird ein neues Verhalten mit einer positiven oder negativen Erfahrung (z.B. Belohnung oder Bestrafung) verknüpft. Versuchseinrichtungen und Verfahren zur operanten Konditionierung sind z.B. die Skinner-Box, Labyrinth-Versuche und Dressuren. Viele Vögel und Säugetiere können auch durch Einsicht lernen, d.h. durch die Fähigkeit, komplexe Situationen durch das Erfassen der Zusammenhänge und planmäßiges Handeln zu meistern. (Intelligenz)

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