Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Liquor cerebrospinalis, Cerebrospinalflüssigkeit, Hirn-Rückenmarksflüssigkeit, extrazelluläre wässrige Flüssigkeit in den Hohlräumen des Zentralnervensystem der Wirbeltiere, die dem Stoffaustausch in diesen Gebieten dient. Zudem reduziert sie das Gewicht, mit dem das Gehirn auf die Schädelbasis drückt und sie schützt das Zentralnervensystem gegen Stoß und Druck von außen. Der L.c. wird vor allem in den Plexus choriodei der Seitenventrikel gebildet. Die insgesamt 100 bis 160 ml werden drei- bis fünfmal pro Tag erneuert. Die Resorption des Liquors erfolgt „saugpumpenartig“ durch die Arachnoidvilli in die Venen im Schädel und im Rückenmarkskanal. Bestimmte Krankheiten des Zentralnervensystems spiegeln sich in einer veränderten Zusammensetzung des L.c. wider. Durch eine Punktion des Subarachnoidalraumes, die meist im Bereich der Lendenwirbelsäule als Lumbalpunktion durchgeführt wird, kann L.c. für eine Untersuchung gewonnen werden.

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