Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Mutation, die allg. Bez. für eine spontane und zufällige Veränderung der genetischen Eigenschaften einer Zelle, die nicht mit sexueller Fortpflanzung zusammenhängt. Die Bez. wurde von H. de Vries 1901 eingeführt. M. können sowohl somatische Zellen als auch Zellen der Keimbahn treffen. M. werden als spontan oder dann als induziert bezeichnet, wenn sie für die Erforschung von Genfunktionen bewusst durch Mutagene ausgelöst werden. Sie lassen sich nach der Größe der durch sie hervorgerufenen Veränderungen in kleine M. und große M. oder aber nach ihrer Entstehung bzw. dem M. auslösenden Mechanismus in Genommutationen, Chromosomenmutationen und Genmutationen einteilen, wobei die Abgrenzung zwischen diesen Typen fließend sein kann und Ereignisse wie z.B. Deletionen auf mehreren Ebenen wirksam werden können. M. sind für betroffene Individuen häufig von Nachteil; gleichzeitig jedoch von großer Bedeutung für die Evolution von Organismen. (Populationsgenetik)

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