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Kompaktlexikon der Biologie |
pH-Wert, Abk. von neulateinisch potentia (= Wirksamkeit) hydrogenii (= des Wasserstoffs), Abk. pH, der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration (Hydroniumionenkonzentration): pH = – lg cH+. Er dient zur Angabe der Wasserstoff- oder Hydroxidionenkonzentration in wässrigen Lösungen und ist damit ein Maß für deren Acidität (pH = 0 - 7) bzw. Basizität (pH = 7 - 14). Die Messung erfolgt durch elektrische pH-Messgeräte (Abhängigkeit der elektrischen Leitfähigkeit von der Ionenkonzentration) oder weniger genau durch Farbindikatoren, deren Farbumschlag in einem schmalen pH-Bereich erfolgt (z.B. Lackmus-Papier, Phenolphthalein). Verlauf und Regulation einer Fülle von physiologischen Prozessen sind pH-Wert-abhängig. Hierzu gehören die Beeinflussung der Nettoladung von Zwitterionen (Aminosäuren und Proteine) in Abhängigkeit vom umgebenden Milieu, die Regulation über verschiedene Puffersysteme, insbesondere in der Niere und beim Atemgastransport (Hämoglobin, Atemzentrum), die Beeinflussung von Enzymen sowie pH-abhängiger Transportprozesse innerhalb und außerhalb der Zelle.
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