Artikel Kompaktlexikon der Biologie

Pteriomorpha, sehr vielgestaltiges Taxon der Muscheln (Bivalvia), deren Arten oft ungleiche Schalenklappen sowie z.T. ungleiche Schließmuskeln besitzen, und die sich mit Hilfe eines erhärtenden Sekrets oder von Byssus auf Hartsubstrat festheften. Zu den P. gehören u.a. die Miesmuschel, die Austern, die im Mittelmeer vorkommende See- oder Steindattel (Lithophaga lithophaga), die sich in Kalkgestein des oberen Litorals chemisch einbohrt, weiterhin die in warmen Meeren lebenden Perlmuscheln (Gatt. Pinctada), die durch Einschluss von Fremdkörpern in Aragonitlagen hochwertige Naturperlen produzieren, und die auch zur Erzeugung von Zuchtperlen durch Einpflanzen von kugeligen Kernen aus anderen Muschelschalen genutzt werden,

sowie die Kamm-Muscheln (Gatt. Pecten), die am Mantelrand Augen und Tentakeln tragen; einige Arten können mittels Rückstoß schwimmen.

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