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Lexikon der Neurowissenschaft |
Altersdemenz w, senile Demenz, E old age dementia, fortschreitender, erworbener geistiger Abbau bei Personen höheren Alters, welcher auf strukturelle und/oder metabolische Abnormitäten im Zentralnervensystem zurückzuführen ist. Ungefähr 7% der Bevölkerung über 65 Jahre leidet an einer unterschiedlich ausgeprägten Demenz. Bei erhaltenem Bewußtsein werden die persönlichen und sozialen Komponenten mehr und mehr eingeschränkt. Die Ursachen für Demenzen im Alter sind unterschiedlich: Die Alzheimer-Krankheit stellt mit bis zu 50% die häufigste Form dar, gefolgt von cerebrovaskulären Erkrankungen (Multi-Infarkt-Demenz) und Kombinationen dieser beiden Formen. Viel seltenere Ursachen sind Tau-Mutationen, Prionen-Erkrankungen, und Polyglutamin-Expansions-Erkrankungen (Chorea Huntington, spinocerebelläre Ataxien und andere). Die wichtigsten Symptome der Altersdemenz sind Gedächtnis- und Wortfindungsstörungen, später entwickeln sich eine zeitliche und örtliche Desorientierung. Im Anfangsstadium bleibt die Persönlichkeit weitgehend erhalten; im Laufe der Zeit entwickelt sich ein zunehmender Verlust der meisten kognitiven Fähigkeiten, häufig begleitet von reaktiven Depressionen, Agitation und Unruhe. Im Spätstadium kommt es zu Myoklonien und Krampfanfällen.
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