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Lexikon der Neurowissenschaft |
Acamprosat s, Calcium-N-Acetylhomotaurinat, E acamprosate, HO3S-(CH2)3-NHC2H5, Abkömmling der Homotaurinsäure, der als Medikament zur Behandlung von Alkoholkranken (Alkoholismus), vor allem zur Milderung der Entzugserscheinungen, eingesetzt wird ( siehe Zusatzinfo ). Strukturell ist Acamprosat der γ-Aminobuttersäure (GABA) ähnlich und fördert die GABAerge Neurotransmission. Zusätzlich antagonisiert es indirekt den excitatorischen Neurotransmitter Glutaminsäure. Im Gegensatz zu anderen Substanzen wie Disulfiram wird durch Acamprosat die Alkoholwirkung nicht nach dem Aversionsprinzip (Aversion) verstärkt. Acamprosat vermindert die beim Alkoholentzug auftretenden Unruhe- und Spannungszustände, verursacht im Gegensatz zu den Benzodiazepinen jedoch keine Müdigkeitserscheinungen.
Acamprosat
Die Wirkung von Acamprosat in der Rückfallprophylaxe bei Alkoholkranken ist moderat, aber in klinischen Studien nachweisbar. In einer einjährigen Doppelblindstudie lag die Zeitdauer bis zum ersten Alkoholrückfall unter Acamprosat durchschnittlich bei 165 Tagen, dagegen unter Placebo bei 112 Tagen. Nach einem Jahr waren noch 22% der Acamprosat- und 12% der Placebo-Patienten alkoholabstinent.
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