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Lexikon der Neurowissenschaft |
Acetylcholin-Esterase-Hemmer, Anticholin-Esterasen, Cholinesterase-Hemmstoffe, Esterasehemmer, E acetylcholinesterase inhibitors, chemische Substanzen, welche reversibel oder irreversibel die Wirkung der Acetylcholin-Esterase inhibieren und dadurch die Konzentration an Acetylcholin erhöhen. Carbamidsäureester wie Physostigmin und einige synthetische Abkömmlinge hemmen die Acetylcholin-Esterase reversibel, wohingegen die vielfach im Pflanzenschutz verwendeten Phosphorsäureester sowie die Nervengase Tabun, Sarin und Soman das Enzym irreversibel blockieren. Eine solche irreversible Inhibierung führt zu einer starken Anhäufung von Acetylcholin im Organismus und löst dadurch eine permanente Erregung an den cholinergen Synapsen aus, was schließlich den Tod durch Atemlähmung und Herzstillstand zur Folge hat. Als Gegenmittel bei Phosphorsäureestervergiftungen stehen sogenannte Acetylcholin-Esterase-Reaktivatoren zur Verfügung. - Peripher wirksame Cholinesterasehemmer wie Physostigmin oder Neostigmin werden als Parasympathomimetika gebraucht. Zentral wirksame Substanzen werden dagegen als Nootropika und zur Therapie der Alzheimer-Krankheit verwendet ( siehe Tab. ).
Acetylcholin-Esterase-Hemmer
Vergleichende Gegenüberstellung einiger zentral wirkender Acetylcholin-Esterase-Hemmer
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