Frühere Untersuchungen hatten schon in den 1970er Jahren gezeigt, dass die für Delfine entwickelten Edelstahlbänder das Flügelgewebe der Pinguine verletzen und sie in der Mauser behindern. Außerdem sorgen sie unter Wasser für einen erhöhten Strömungswiderstand, der beispielsweise Adéliepinguinen 24 Prozent mehr Energie beim Schwimmen abverlangt. Trotzdem wurde die Methode weiter benutzt, unter anderem auf Grund der Annahme, die Tiere gewöhnten sich im Lauf eines Jahres an das "Handikap".
Pinguine mit Markierungsband kommen später in den Brutgebieten an und müssen längere Jagdausflüge machen. Daher starten sie von vornherein seltener einen Brutversuch – und wenn doch, sind ihre Jungen oft schlechter versorgt.
Die Forscher stellten außerdem einen Effekt des Nahrungsangebots fest: In Zeiten sehr guter, aber auch sehr schlechter Versorgung schnitten beide Gruppen etwa gleich gut ab. In Jahren mit mittelmäßigem Angebot jedoch fielen die Pinguine mit Bändern deutlich hinter den nicht bebänderten Artgenossen zurück. Gerade in "normalen" Jahren sind die Tiere also besonders beeinträchtigt.
Pinguine wie dieser Königspinguin sind elegante Schwimmer. Doch tragen sie Metallbänder, ändert sich ihr Strömungswiderstand. In einer anderen Studie maßen Forscher, dass bei Adéliepinguinen der notwendige Energiebedarf dadurch um ein Viertel anstieg.







drucken




Graue Substanz |
Natur des Glaubens |
Con Text |
MENSCHEN-BILDER |
Landschaft & Oekologie |
Mente et Malleo |
Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
bildungslücke |
braincast | 





