Ökologie
Vögel begünstigen Kiefern-Wachstum
Im Manitou Springs Experimental Forest nördlich von Colorado Springs bedeckte der Forscher Kiefern mit Netzen, sodass ihre Äste von Vögeln nicht mehr erreicht werden konnten. Da auch Ameisen die Populationsgröße anderer Insektenarten mitbestimmen, wurde ihnen in einem Kontrollbestand ebenfalls der Zutritt verwehrt. In einer dritten Untersuchungsgruppe wurden die Bäume sowohl von Ameisen als auch von Vögeln getrennt. Das Ergebnis: Der Blattbewuchs der Pinien jener Untersuchungsgruppe, welche allein die Vögel ausschloss, nahm während des dreijährigen Untersuchungszeitraum um 18 Prozent ab. Zugleich reduzierte sich auch das Wachstum dieser Bäume um 34 Prozent.
Darüber hinaus zeigt die Studie, wie Vögel die vorteilhafte Beziehung zwischen Ameisen und Blattläusen stören. Ameisen schützen die Blattläuse gegen andere Fressfeinde wegen ihres kohlehydratreichen Sekrets. Die Vögel können dagegen indirekt die Blattlauspopulation verringern, was wiederum das Wachstum der Bäume beschleunigt. Das Ergebnis der Studie sei vor allem für jene Kiefernwälder relevant, deren Bestände durch Rodungen dezimiert worden seien. Denn diese würden durch kleinere Kiefern ersetzt, welche Kleiber und Meisen die Suche nach einer geeigneten Bruthöhle erschwerten, sodass sie als Insektenvertilger dort ausfallen. (may)



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