Mitschuldig an dieser Misere ist jedoch nicht allein die indonesische Regierung, die den mafiösen Strukturen im Holzgeschäft nicht Herr wird – die meisten Rodungen gehen schließlich auf das Konto ausländischer und einheimischer Unternehmen mit Verbindungen in höchste Militär- und Regierungskreise und nicht auf jenes armer Landbewohner. Ein großer Teil der Verantwortung liegt gleichermaßen bei europäischen und insbesondere deutschen Politikern, die sich weigern, den südostasiatischen Realitäten ins Auge zu schauen und dabei neben dem Arten- auch noch den Klimaschutz vernachlässigen.
Zudem muss schleunigst ein Gesetz gegen den illegalen Holzhandel erlassen werden, der neben ökologischen übrigens auch größere soziale und humanitäre Katastrophen zur Folge hat – die wiederkehrenden tödlichen Fluten und Hangrutschungen in Indonesien beweisen es. Das und ein ganz profanes ethisches Argument sprechen für mehr Urwaldschutz: Das Aussterben der Orang-Utans (und damit eines unserer nächsten Verwandten) wäre eine Schande für die Menschheit – auch und vor allem für sich grün gerierende Politiker.









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