Astronomie
Nachrichten von den ersten Sternen
Wie mehrere neue Beobachtungen mit verschiedenen Teleskopen auf der Erde und im Weltraum zeigen, gab es schon im jungen Universum Galaxien und Quasare mit schweren Elementen. Demnach entstanden die ersten Sterne früher als bisher vermutet.
Dr. habil. Georg Wolschin
Erst jüngst lieferte der Satellit Wmap über Messungen der kosmischen Hintergrundstrahlung, die gleichsam ein Lichtecho des Urknalls ist, indirekte Hinweise darauf, dass sich schon rund 180 Millionen Jahre nach dem Ursprung des Kosmos Staub und Gase zu den ersten stellaren Objekten zusammenballten (Spektrum der Wissenschaft 5/2003, S. 8). Nun stützen gleich drei Serien von neuen Beobachtungen diesen überraschenden Befund. Zwei davon tun das, indem sie in fernen Himmelsregionen, deren Licht aus der Frühzeit des Alls stammt, bereits schwere Elemente nachweisen, wie sie nur in Sternen entstanden sein können.
Metalle aus der Frühzeit des Kosmos
Dieser Nachweis ist extrem schwierig und erfordert hochempfindliche Apparaturen. Er gelang denn auch nur mit den leistungsfähigsten Instrumenten, die den Astronomen derzeit zur Verfügung stehen: den Keck-Teleskopen auf Hawaii, dem VLT in Chile und dem Hubble-Weltraumteleskops. Ferner mussten günstige Bedingungen hinzukommen. So hatte die amerikanische Astronomengruppe um Jason Prochaska das Glück, einen sehr fernen und zugleich sehr hellen Quasar zu finden, dessen Licht auf dem Weg zur Erde eine ebenfalls weit entfernte und damit sehr frühe Protogalaxie durchquert. Dadurch ermöglicht er die Spektralanalyse dieses Sternsystems. Die dort vorhandenen Elemente verraten sich dabei durch charak


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