Wird Masse auf genügend kleinem Raum zusammengedrängt, so sagt Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie die Entstehung eines Schwarzen Lochs voraus. Begrenzt wird es von einer besonderen Art Fläche, seinem so genannten Ereignishorizont; diese Grenze kann zwar von außen nach innen überquert werden, aus ihrem Inneren dagegen lassen enorme Gravitationskräfte weder Materie noch Licht entkommen.

Wer das erste Mal von Schwarzen Löchern hört, dürfte versucht sein, sie ob dieser extremen Eigenschaften ins Reich der Science-Fiction zu verweisen. Eine derart verzerrte Raumzeit stellt die Vorstellungskraft selbst dann auf eine harte Probe, wenn man sich mit den Grundlagen von Einsteins vierdimensionaler Weltbeschreibung vertraut gemacht hat. Und doch spricht eine Vielzahl von Forschungsergebnissen dafür, dass die gefräßigen Monster nicht bloß theoretische Konstrukte sind, sondern höchst reale Objekte, die das All in großer Zahl bevölkern (Spektrum der Wissenschaft 8/99, S. 26).

Theoretisch am besten verstanden sind die so genannten stellaren Schwarzen Löcher. In Sternen wie unserer Sonne halten sich der Strahlungsdruck der Kernfusionsprozesse und die Schwerkraft die Waage; ist der Kernbrennstoff verbraucht, kommt es zum Kollaps. Für genügend schwere Sterne, das ergaben entsprechende Rechnungen, sollte das Endstadium des Zusammenbruchs, der in diesem Falle als kurzzeitig aufflammende Supernova sichtbar wird, ein Schwarzes Loch sein. Obwohl solche Sterne anfangs erheblich schwerer sein können als die Sonne, stoßen sie beim Kollabieren einen großen Teil ihrer Materie ab; stellare Schwarzer Löcher enthalten deshalb typischerweise nur zwischen drei und einigen Dutzend Sonnenmassen.

Sehr viel größere Schwarzer Löcher vermuten die Astrophysiker dagegen in Quasaren und Kernen aktiver Galaxien. Nur sie könne