Unklar war bislang vor allem, ob und wie Vorkommen, Aussterben und Wiederbesiedelung tatsächlich quantitativ von Flächengröße und -lage abhängen und wie diese Prozesse alle zusammenspielen. Leben beispielsweise manche Vogelarten in einem Naturrestgebiet einfach nur deshalb nicht, weil sie auch im vorherigen Primärwald diesen Flecken mangels Eignung nicht besiedelt hätten? Und verstärkt dann Isolation dieses Nischenproblem noch oder beeinflusst sie die entsprechend spezialisierten Arten nicht?
Nicht überraschend war, dass kleinere Parzellen eine geringere Diversität besaßen als größere. Denn, so Ferraz, viele Vogelarten sind so selten, dass sie selbst in ungestörten Gebieten nicht darin vorkämen, weil ihre Nische fehlt. Der seltene Schwarzkehl-Ameisenwürger (Frederickena viridis) ist so ein Beispiel, da er eher auf Lichtungen oder Kahlschlägen lebt, die bereits wieder sehr dichtes Buschwerk aufweisen, was in ausgedehnten Wäldern nur kleinräumig vorkommt. Je kleiner die übrig gebliebenen Waldflächen waren, desto schneller verschwand er aus ihnen – so wie ähnlich stark angebundene Arten auch. Umgekehrt sank das Aussterberisiko, je mehr Lebensraum erhalten geblieben war: eine eindeutige Bestätigung bisheriger Naturschutztheorien und Untersuchungen.








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