Ballero erklärt, dass Kulturanthropologen seit Langem auf ein besonderes Tötungsritual der alten Sarden hinweisen: Wie antike Geschichtsschreiber berichteten, wurden schwache, ältere Leute, die sich nicht mehr selbst versorgen konnten, mit dieser Pflanze vergiftet und anschließend von einem hohen Fels gestoßen oder zu Tode geprügelt. "Unsere Entdeckung unterstützt diese Vermutung", sagt Ballero.
Ähnlich grausam könnte es bei den Phöniziern zugegangen sein, die ab dem 9. Jahrhundert v. Chr. Sardinien belagerten: Sie sollen ihren Verurteilten das Gift verabreicht haben, damit diese den Tod mit einem Lächeln begrüßen konnten – denn der bedeutete gleichzeitig den Beginn eines neuen Lebens. (tr)





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