Bericht | 30.08.2000

Dem ersten Leben auf der Spur

Eine brodelnde Ursuppe, in der sich im Laufe von Jahrmillionen langkettige Moleküle ansammelten und schließlich erste Strukturen bildeten, aus denen dann letztendlich das Leben entstand - diese Theorie ist in nahezu jedem Biologiebuch zu finden. Doch seit einigen Jahren untersuchen Wissenschaftler einen alternativen Ansatz: In einer heißen Umgebung, unter hohem Druck und Anwesenheit von Eisensulfid als Katalysator soll aus kurzen Kohlenstoffverbindungen der erste autotrophe Stoffwechsel entstanden sein. Zu den bisherigen Hinweisen dafür haben Forscher nun einen weiteren beigesteuert, denn sie konnten unter den genannten Voraussetzungen Brenztraubensäure herstellen - ein zentrales Molekül im Energiestoffwechsel aller Organismen.

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