Die Wiege der Wissenschaften steht im Orient. Von dort kamen die geistigen Errungenschaften über Kleinasien in das antike Europa. Im hohen Mittelalter wiederholte sich der Wissenstransfer aus der arabisch-islamischen Welt – und führte bei uns zu einer einzigartigen kulturellen Blütephase: der Renaissance.
Die Autorin ist Althistorikerin und seit 2003 am Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg tätig. Derzeit hat sie einen Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes.
"Ex oriente lux" – Aus dem Osten kommt das Licht: Dieses Schlagwort bezieht sich schon auf die frühen Anfänge der Naturwissenschaften im Vorderen Orient. Denn bereits im ausgehenden 4. Jahrtausend v. Chr., als in Mesopotamien die Keilschrift entstand, entwickelte sich dort eine mediale Gesellschaft
In der Extra-Ausgabe "Ex oriente lux?" fiel mir eine sehr grobe Fehldatierung auf, die keinem Redakteur unterlaufen dürfte. Die auf Seite 7 abgebildete Tontafel stammt bei weitem nicht aus dem Jahre 2600 v.Chr., vielmehr entstand sie um 600 v.Chr. Dies ist auch in Fachliteratur so nachzulesen, so zum Beispiel in der Datenbank des British Museum (Museumsnummer: BM 92687) oder bei Norman Bancroft Hunt, Historical Atlas of Ancient Mesopotamia, S.49.
Antwort der Redaktion: Die Leserin hat Recht: Die abgebildete babylonische Tontafel stammt aus der Zeit um 600 v. Chr. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
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1. Fehldatierung um 2000 Jahre
03.11.2009, Hannah Schmitt, Münster