Ursprung und Entwicklung des Mondes
Die faßliche Ausbeute der Apollo-Missionen war gut eine Drittel Tonne lunaren Gesteins. Diese Proben von der staubigen Oberfläche des uns nächsten Himmelskörpers haben viele neue Erkenntnisse über seine Entstehung und auch über die Frühzeit der Erde ermöglicht.
G. Jeffrey Taylor
Durch die Exkursionen fort von unserem Heimatplaneten hat man auch viel über ihn selbst gelernt. Geologische Prozesse wie Plattentektonik, Vulkanismus, Faltungen, Verwerfungen, Gebirgsbildung, Vereisungen und Erosion haben die Zeugnisse der frühesten Erdgeschichte größtenteils verändert oder zerstört. Der Mond hingegen war weniger aktiv. Zwar entstand auf ihm während der ersten Milliarde Jahre eine verblüffende Vielfalt von Strukturen, aber die Spuren dieser Geschehnisse sind nicht völlig verwischt. Durch Vergleich von Kratern, Lavaströmen und vulkanisch ausgeworfenem Gestein des Mondes mit entsprechenden irdischen Formationen können die Wissenschaftler überprüfen, ob ihre Modelle von deren Entstehungsmechanismen richtig sind.
Selbstverständlich setzten sich die neuen Erkenntnisse nicht sofort nach den Apollo-Flügen durch. Es dauerte einige Jahre, bis die mitgebrachten Proben analysiert und auf der Grundlage der empirischen Daten stichhaltige Theorien entwickelt worden waren. Die konkrete Ausbeute der Apollo-Missionen bestand aus rund 382 Kilogramm lunaren Materials von sechs verschiedenen Landeplätzen. Da es an der Luft


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