Urzeugung aus Kometenstaub
Schon lange gibt es Hinweise darauf, dass biologische Vorläufermoleküle aus dem All dem irdischen Leben auf die Sprünge halfen. Nun zeigt eine systemtheoretische Analyse, dass Staubteilchen von Kometen beim Kontakt mit Wasser auf der Erdoberfläche geradezu als Starter-Kit für das Leben wirkten.
Jochen Kissel und Franz R. Krueger
Damit schien ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entstehung des Lebens auf der Erde geklärt. Zwar hatte die Uratmosphäre nach heutigem Erkenntnisstand eine andere Zusammensetzung. Doch spätere Experimente zeigten, dass sich die chemischen Grundsubstanzen des Lebens unter den verschiedensten Bedingungen bilden können. Dazu muss nur hinreichend konzentriert Energie zugeführt werden, sei es durch elektrische Entladungen oder ultraviolette, ionisierende oder kosmische Strahlung.
Das bedeutet aber, dass es überall im Universum zumindest Vorstufen von Biomolekülen gibt – in unserem Sonnensystem zum Beispiel selbst auf so unwirtlichen Plätzen wie einigen Jupitermonden. Tatsächlich finden sich Grundsubstanzen des Lebens auch in Meteoriten und Kometen sowie im kosmischen Staub, der stetig auf die Erde niederrieselt. Diese Tatsache gab Anlass zu der Vermutung, dass die Zufuhr solcher Substanzen aus dem All die Urzeugung auf der Erde gefördert und beschleunigt haben könnte. Erkenntnisse und Überlegungen dazu stellten erst kürzlich Louis J. Allamandola und Kollegen vom Ames-Forschungszentrum der Na-sa in Moffett Field (Kalifornien) in dieser Zeitschrift vor (Spektrum der Wissenschaft, 10/99, S. 26)
Das Vorhandensein von Molekülen, die sich vielleicht auch noch selbst reproduzieren, bildet aber nur eine der notwendigen Bedingungen für Leben; denn Leben ist mehr: Seine Elemente sin


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