Wie ein Leguan auf dem Wasser läuft
James W. Glasheen und Dr. Thomas A. McMahon
Die Tiere leben in den tropischen Regenwäldern Mittelamerikas und ernähren sich von Kleintieren und Früchten. Normalerweise sitzen sie auf überhängenden Zweigen am Rand eines Gewässers. Werden sie erschreckt, lassen sie sich ins Wasser fallen und flitzen auf ihren Hinterbeinen in halb aufrechter Stellung über die Oberfläche des Teichs oder Flusses; junge Tiere scheinen dabei völlig in der Luft dahinzugleiten, während erwachsene Exemplare etwas einsinken. Basilisken können zwar auch ausgezeichnet schwimmen und tauchen; doch erreichen sie beim Sprint über die Wasseroberfläche mit bis zu zwölf Kilometern pro Stunde eine wesentlich höhere Geschwindigkeit, so daß sie angreifenden Wassertieren leicht entkommen.
Um die physikalischen Hintergründe der wundersamen Beinahe-Levitation genauer zu erforschen, machten wir Videoaufnahmen von sieben Basilisken beim strampelnden Lauf übers Wasser und konstruierten mechanische Modelle. Dadurch konnten wir den Bewegungsablauf minutiös verfolgen und ermitteln, welche Komponenten wie stark zum Auftrieb beitragen.
Als erstes patscht der Basilisk mit einem seiner beiden Hinterfüße, die fünf lange, krallenbewehrte Zehen tragen, auf die Wasseroberfläche. Bei einem mittelgroßen, etwa 90 Gramm wiegenden Tier liefert die Oberflächenspannung des Wassers, die beim Kontakt mit dem flach aufgesetzten Fuß wirksam wird, immerhin 23 Prozent der Kraft, die nötig ist, den Körper in der Luft zu halten. Im nächsten Sekundenbruchteil drückt die Echse den gespreizten Fuß mit einer Schlagbewegung nac


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