Ex oriente lux
Das Elixier des Lebens
Als Goethe Mephisto behaupten ließ: "Blut ist ein ganz besondrer Saft", konnte er an die Ergebnisse einer jahrhundertealten Forschung anknüpfen. Antike Medizinpioniere hatten es jedoch nicht leicht, als sie herausfinden wollten, was es mit der karmesinroten Flüssigkeit auf sich hat.
Im 2. Jahrhundert n. Chr. erforschte der aus Pergamon stammende und in Rom praktizierende Arzt Galen das Blutsystem vor allem an toten Tieren. Anschließend übertrug der Leibarzt des Kaisersohns Commodus seine Erkenntnisse auf den menschlichen Körper. Basierend auf dem "Corpus Hippocraticum", der bedeutendsten Sammlung antiker medizinischer Texte, verfasste Galen seine "Ars Medica", ein 15-bändiges anatomisches Werk, das die Medizin bis in die Neuzeit prägte.


Claudia Mocek ist Redakteurin bei epoc.
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