Gründächer
Es grünt so grün ...
Vom Grasdach bis zur blühenden Oase in luftiger Höhe: Dachbegrünung erfreut nicht nur das Auge, sondern nutzt auch der Umwelt und spart Geld.
Die hängenden Gärten von Babylon, der mit Zypressen bewachsene Erdhügel auf dem Augustusmausoleum in Rom – die Idee einer Gartenanlage auf einem Dach kam bereits in der Antike auf und wurde immer wieder mit den jeweiligen baulichen Möglichkeiten realisiert. Aus der jüngeren Geschichte kennen wir die skandinavischen Grasdächer, die überwachsenen Weinkeller in Österreich und Ungarn, die Dachgärten auf dem Rockefeller Center in Manhattan.
Inzwischen gewinnt diese Idee neue Freunde, denn vom Grün in luftiger Höhe profitieren gerade in Städten und Industriegebieten Umwelt und Gesellschaft. Solche Flächen bieten nicht nur Insekten und Vögeln einen Lebensraum; sie binden pro Quadratmeter jährlich auch bis zu 200 Gramm Staub und Schadstoffpartikel, nehmen Nitrate sowie andere im Regen gelöste Giftstoffe auf und halten je nach Bauart 50 bis 90 Prozent der Niederschläge zurück.
Moderne Gründächer lassen sich im Prinzip auf jeder Dachform realisieren, ab einer Neigung von zehn Grad verhindern


Stefanie Reinberger ist Wissenschaftsjournalistin in Heidelberg.
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