Gehirn&Geist Juli/August 2009

Finden sie auch, Spielen sei zwar ein netter, aber doch ziemlich unnützer Zeitvertreib - vor allem für Erwachsene? Dann sollten Sie jetzt umdenken! Denn viele Studien von Psychologen und Hirnforschern zeigen, wie sehr die geistige Entwicklung, Kreativität und Empathie vom "Freispiel" profitieren. Wir stellen die Ergebnisse der Forscher vor.

Weitere Beiträge im aktuellen Heft:
Verkehrspsychologie - Mentale Tücken am Steuer
Psychopathen - Was verursacht die "antisoziale Persönlichkeitsstörung"?
Neurogenese - So entstehen frische Nervenzellen im Gehirn

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre G&G-Redaktion

Geistesblitze

Illusion per Stromstoß

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8
Hirnreize lassen Probanden glauben, sie würden sich bewegen

Tumoren fördern Schwermut

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8
Zellwucherungen verstärken Depressionen auf biochemischem Weg

Riecht irgendwie ... krank

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Mäuse erkennen infizierte Artgenossen am Geruch

Intuitiv ist anders

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Spontanes und überlegtes Handeln aktivieren verschiedene Hirnnetzwerke

Auf die Beziehung kommt es an

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Erfolgreiche Therapeuten haben haben engere private Bande

Beschwingte Gedanken

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Bewegungen helfen beim Problemlösen

Trinken für den Seelenfrieden

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12
Lithium im Trinkwasser senkt die Selbstmordrate

Psychologie

Kreuz und quer

Die Psyche fährt mit

 
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Laut Verkehrspsychologen sind Monoto­nie, Ablenkung und Aggressivität die größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr. Technische Hilfsmittel wie Navigationsgeräte erhöhen zwar den Fahrkomfort - ­bergen aber auch neue Risiken
Haufenweise "gute Sachen"

Wenn Sammeln Leiden schafft

 
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Es gibt mindestens 300 000 "Messies" in Deutschland. Jeder Gang zum Papierkorb ist für sie ein Kampf - denn die Betroffenen fühlen sich all ihren Besitztümern emotional stark verbunden. Was steckt hinter der fatalen Sammelsucht?
Niels Birbaumer

"Einmal kann man sich doch irren!"

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Patientenverfügungen sollen intensivmedizinische Maßnahmen verhindern, wenn das Leben zur Qual wird. Das Problem: Weder Ärzte noch Patienten können vorab beurteilen, wann ein Krankheitszustand tatsächlich unerträglich wird, meint Niels Birbaumer von der Universität Tübingen

Spezial

Fakt oder Fiktion?

Aus Mangel an Gefühlen

 
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Psychopathen empfinden weder Furcht noch Mitgefühl und besitzen oft außerordentliches Manipulationstalent. Forscher sind den biologischen Wurzeln auf der Spur und entdeckten eine Reihe von Hirnanomalien sowie "Risikogene" bei vielen Betroffenen
Henning Saß

"Gewalttaten lassen sich nicht verlässlich vorhersagen"

 
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Aus einem Hirnscan auf das Rückfallrisiko eines Täters schließen zu können - das nennt der Psychiater Henning Saß vom Universitätsklinikum Aachen eine "naive Hoffnung". Entscheidend sei nicht die Biologie, sondern deren Auswirkung auf das Erleben und Verhalten

Titelthema

Eine Hand voll Freunde

Der Unernst des Lebens

 
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Auch Kinder haben mittlerweile volle Terminkalender - für "freies Spiel" ohne Vorgaben bleibt immer weniger Zeit. Psychologen sehen das mit Sorge: Denn Spielen stärkt nicht nur die Kreativität und sprachlichen Fähigkeiten der Kleinen - es macht aus ihnen auch glücklichere Erwachsene

Die Seele entlasten - mit Spieltherapie

 
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Der Pädagoge Herbert Goetze von der Uni­­versität Potsdam erklärt, wozu eine Spieltherapie gut ist: Sie lindert nicht nur psychische Leiden, sondern lässt Patienten zwanglos Spaß haben - und das allein ist schon viel wert
Michael Kuba

Warum Kraken Klötze lieben

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Michael Kuba von der Hebrew University in Jerusalem wirft Kraken Legosteine ins Wasser und lässt Schildkröten Bällen hinterherlaufen. Der Biologe erläutert, warum auch Tiere spielen

Brennpunkt

Ort des Schreckens

Auf der Schattenseite

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Rainer Mausfeld von der Universität Kiel erinnert anlässlich des "Anti-Folter-Tags" der Vereinten Nationen an die Verstrickungen von Psychologen: Sie waren aktiv beteiligt an der Entwicklung und dem Einsatz äußerst zweifelhafter Verhörmethoden

Hirnforschung

Blühende Landschaften

Nachwuchsförderung im Gehirn

 
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Benedikt Berninger und Magdalena Götz erforschen die Neubildung von Nervenzellen. Dank ihren Erkenntnissen könnte es eines Tages möglich sein, das Gehirn gezielt zur Regeneration anzuregen - und so Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zu heilen
Vanessa Mundle

Wegweiser durch den Neuro-Dschungel

  (kostenfrei)
64
Im Gefolge des Bologna-Prozesses heben immer mehr Universitäten hier zu Lande Studiengänge im Themenkreis von Gehirn und Geist aus der Taufe. Wir stellen die wichtigsten vor

Bücher und mehr

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