Finden sie auch, Spielen sei zwar ein netter, aber doch ziemlich unnützer Zeitvertreib - vor allem für Erwachsene? Dann sollten Sie jetzt umdenken! Denn viele Studien von Psychologen und Hirnforschern zeigen, wie sehr die geistige Entwicklung, Kreativität und Empathie vom "Freispiel" profitieren. Wir stellen die Ergebnisse der Forscher vor.
Weitere Beiträge im aktuellen Heft: Verkehrspsychologie - Mentale Tücken am Steuer Psychopathen - Was verursacht die "antisoziale Persönlichkeitsstörung"? Neurogenese - So entstehen frische Nervenzellen im Gehirn
Laut Verkehrspsychologen sind Monotonie, Ablenkung und Aggressivität die größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr. Technische Hilfsmittel wie Navigationsgeräte erhöhen zwar den Fahrkomfort - bergen aber auch neue Risiken
Es gibt mindestens 300 000 "Messies" in Deutschland. Jeder Gang zum Papierkorb ist für sie ein Kampf - denn die Betroffenen fühlen sich all ihren Besitztümern emotional stark verbunden. Was steckt hinter der fatalen Sammelsucht?
Patientenverfügungen sollen intensivmedizinische Maßnahmen verhindern, wenn das Leben zur Qual wird. Das Problem: Weder Ärzte noch Patienten können vorab beurteilen, wann ein Krankheitszustand tatsächlich unerträglich wird, meint Niels Birbaumer von der Universität Tübingen
Psychopathen empfinden weder Furcht noch Mitgefühl und besitzen oft außerordentliches Manipulationstalent. Forscher sind den biologischen Wurzeln auf der Spur und entdeckten eine Reihe von Hirnanomalien sowie "Risikogene" bei vielen Betroffenen
Aus einem Hirnscan auf das Rückfallrisiko eines Täters schließen zu können - das nennt der Psychiater Henning Saß vom Universitätsklinikum Aachen eine "naive Hoffnung". Entscheidend sei nicht die Biologie, sondern deren Auswirkung auf das Erleben und Verhalten
Auch Kinder haben mittlerweile volle Terminkalender - für "freies Spiel" ohne Vorgaben bleibt immer weniger Zeit. Psychologen sehen das mit Sorge: Denn Spielen stärkt nicht nur die Kreativität und sprachlichen Fähigkeiten der Kleinen - es macht aus ihnen auch glücklichere Erwachsene
Der Pädagoge Herbert Goetze von der Universität Potsdam erklärt, wozu eine Spieltherapie gut ist: Sie lindert nicht nur psychische Leiden, sondern lässt Patienten zwanglos Spaß haben - und das allein ist schon viel wert
Michael Kuba von der Hebrew University in Jerusalem wirft Kraken Legosteine ins Wasser und lässt Schildkröten Bällen hinterherlaufen. Der Biologe erläutert, warum auch Tiere spielen
Rainer Mausfeld von der Universität Kiel erinnert anlässlich des "Anti-Folter-Tags" der Vereinten Nationen an die Verstrickungen von Psychologen: Sie waren aktiv beteiligt an der Entwicklung und dem Einsatz äußerst zweifelhafter Verhörmethoden
Benedikt Berninger und Magdalena Götz erforschen die Neubildung von Nervenzellen. Dank ihren Erkenntnissen könnte es eines Tages möglich sein, das Gehirn gezielt zur Regeneration anzuregen - und so Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zu heilen
Im Gefolge des Bologna-Prozesses heben immer mehr Universitäten hier zu Lande Studiengänge im Themenkreis von
Gehirn und Geist aus der Taufe. Wir stellen die wichtigsten vor