Gehirn&Geist Juli/August 2010

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Wer bin ich? Was treibt mich an? Wie kann ich mich selbst besser verstehen? Solche Fragen stellt sich jeder Mensch irgendwann einmal. Doch sie sie zu beantworten, gelingt uns kaum - denn unser Selbstbild ist weit weniger stabil, als es uns subjektiv erscheint. Psychologische Experimente zeigen sogar, mit wie simplen Mittel man es manipulieren kann. G&G erklärt, warum.

Weitere Themen im aktuellen Heft:
Moderne Arbeitswelt - Ein Pladoyer für mehr freiwilliges Engagement
Schwindel - Psychische Ursachen von Gleichgewichtsstörungen kann
Entscheiden - Warum Faustregeln im Alltag so gut funktionieren

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre G&G-Redaktion

Geistesblitze

Gefühlte Schönheit

  (kostenfrei)
8
Auch blinde Männer bevorzugen schmale Frauentaillen

Kein Freipass zum Bücherwurm

  (kostenfrei)
8
Angeborenes Lesetalent leidet unter schlechtem Unterricht

Abwehr mit Weitsicht

  (kostenfrei)
9
Der Anblick von Kranken stimuliert unser Immunsystem

Molekulare Gedächtnisstütze

  (kostenfrei)
10
Forscher beugen altersbedingten Lerndefiziten bei Mäusen vor

Klänge gibt's, die gibt's gar nicht

  (kostenfrei)
10
Bilder "klingender Objekte" aktivieren das Hörzentrum

Schäumendes Dementi

  (kostenfrei)
11
Händewaschen mindert den Hang, sich auf alte Urteile zu versteifen

Trübe Aussichten

  (kostenfrei)
12
Die Netzhaut depressiver Menschen reagiert schwächer auf Kontraste

Zwei Hälften, zwei Gedanken

  (kostenfrei)
12
Die Hirnhemisphären beschränken die Zahl der Handlungsziele, die wir parallel verfolgen können

Psychologie

Muffel schlägt Frohnatur

Die guten Seiten der schlechten Laune

 
14
Gedrückte Stimmung hat durchaus ihre Vorzüge: Laut Psychologen schärft sie das Gedächtnis und Urteilsvermögen. Ist depressives Grübeln etwa die Extremform eines an sich zweckmäßigen Zustands?
Qual der Wahl

Ohne Fleiß zum Preis

 
18
In vielen Situationen führen einfache Faustregeln zu besseren Entscheidungen als aufwändige Analysen, weiß der Kognitionsforscher Thorsten Pachur von der Universität Basel - und er erklärt, warum das so ist

Beruf und Berufung

 
24
Die Psychologen Theo Wehner und Stefan T. Güntert führen den heute grassierenden Jobfrust auf mangelnde soziale Anerkennung und Sinnstiftung im Beruf zurück. Als Gegenmittel empfehlen sie: mehr freiwilliges Engagement und ein bedingungsloses Grundeinkommen

Hirnforschung

Hirnlandschaften

Ein neuer Atlas des Gehirns

 
28
Mit Hilfe spezieller bildgebender Verfahren entwerfen die Mediziner und Hirn­forscher Katrin Amunts und Karl Zilles einen neuen Atlas des Gehirns. Er soll der wahren Komplexität unseres Denk­organs endlich gerecht werden
Biologie des Bewusstseins

Messen statt diskutieren!

 
34
Per Hirnscans prüfen britische Forscher, ob Wachkomapatienten bei Bewusstsein sind oder nicht. Unser Serien-Autor Christof Koch glaubt, dass diese und andere Techniken eines Tages helfen können, subjektives Erleben objektiv zu bestimmen
Seepferdchen

Seltsamer Fisch im Kopf

 
38
Er ist nach dem Seepferdchen benannt, ähnelt dem Meerestier aber nur wenig: der "Hippocampus". Heute zählt diese Hirnregion zu den am besten erforschten Strukturen des Kortex. Der Frankfurter Neuroanatom Helmut Wicht schildert ihre lange Entdeckungsgeschichte

Titelthema

Fenster zum Ich

Innenansichten der Psyche

 
44
So stabil, wie es in der Regel erscheint, ist unser Bild des eigenen Ichs nicht. Das belegen viele Experimente von Psychologen, die die Selbsteinschätzung ihrer Probanden mit subtilen Mitteln manipulieren. Fazit der Forscher: Wer den Blick nach innen schärfen will, muss hinter die Kulissen des Bewusstseins schauen
Julian Paul Keenan

"Es geht nicht um Wahrheit"

 
52
Der New Yorker Neuropsychologe Julian Paul Keenan im Gespräch über die Wurzeln der Selbsttäuschung
Mentaler Makel

Im Bann des Vorurteils

  (kostenfrei)
54
Wie wir uns persönlich beurteilen, entscheidet mit über Erfolg und Misserfolg im Leben. So können etwa alltägliche Klischees und Stereotype, mit denen wir konfrontiert werden, unsere Leistungen schmälern. Claudia Christine Wolf von der Ruhr-Universität Bochum hat dieses Phänomen erforscht und kennt einen Ausweg: den Blickwinkel ändern!

Medizin

Alles dreht sich!

Aus der Balance

 
60
Gleichgewichtsstörungen haben oft psychische Ursachen. Regine Tschan und Jörg Wiltink von der Universitätsmedizin Mainz über den "somatoformen Schwindel" und wie man ihn bekämpft

Auf Leben und Tod

  (kostenfrei)
64
Geht es nach dem Medizinethiker Edgar Dahl von der Universität Münster, sollte todkranken Patienten ein ärztlich unterstützter Suzid möglich sein. Sein Heidelberger Kollege Axel Bauer hält das für unethisch
Martin Krupinski

"Bizarre Form der Misshandlung"

 
68
Der forensische Psychiater Martin Krupinski stellt das "Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom" vor: Die Betroffenen täuschen eine Erkrankung ihres Kinds vor - und führen diese oft selbst aktiv herbei
Unter Narkose

Hirn unter Strom

  (kostenfrei)
72
Wie die moderne Elektrokrampftherapie schwere Depressionen lindert, erklären die Mediziner Sarah Kayser und Thomas Schläpfer vom Universitätsklinikum Bonn

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