Mit der Internationalen Raumstation sind Forscher bald Der Dunklen Materie auf der Spur. In wenigen Monaten beginnt dort ein faszinierendes Experiment: Dann fahndet das 1,5 Milliarden Euro teure Alpha-Magnet-Spektrometer AMS nach "überschüssigen" Positronen in der kosmischen Strahlung. Diese könnten, wie der Aachener Professor Stefan Schael in unserer Titelgeschichte schreibt - er koordiniert die deutschen Beiträge zu dem Projekt -, nämlich die Zerstrahlungsprodukte der lang gesuchten Dunkle-Materie-Partikel sein.
Geringfügige Veränderungen der DNA, die bis vor Kurzem noch als belanglos galten, sind nach neueren Erkenntnissen Auslöser vieler Erkrankungen. Dies berichten Laurence D. Hurst von der britischen University of Bath und Jean V. Chamary in der aktuellen Ausgabe. Damit spielt Die Macht stummer Mutationen nicht nur eine wichtige Rolle in der Evolution, sondern auch in Medizin und Biotechnologie.
Außerdem im Heft: Vom Werden der Zukunft (Teil drei einer vierteiligen Serie zum Phänomen "Zeit"): Die Vorstellung einer linearen Zeit musste erst erfunden werden; Schutz vor Ölkatastrophen: Sicher bohren in der Tiefsee?; Türme aus Bauklötzchen: Lassen sich Quader so zusammensetzen, dass sie weit über die Tischkante hinausragen?; Experimentieren am Limit: Erste Ergebnisse des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC; und vieles mehr
Gezielt hergestellte Strukturen aus der Erbsubstanz DNA sind zu einer Spielwiese
für Nanotechnologen geworden. Jetzt konnten US-Forscher eine molekulare Spinne
auf einer vorgezeichneten Route über ein "DNA-Origami" krabbeln lassen.
In der Karibik gab es einst viel mehr Inseln als heute. Außerdem scheint ein gemeinhin als
Festlandsockel gedeutetes submarines Plateau aus demselben Flutbasalt zu bestehen wie
der Meeresgrund der karibischen See. Das ergab eine sechswöchige Expedition in die Region.
Forscher haben eine winzige Version der bekannten Dachantenne erzeugt. Wegen
ihrer Abmessungen empfängt und sendet sie Wellen allerdings nicht im Radio-,
sondern im sichtbaren Spektralbereich. Damit könnte sie als Nano-Spotlight dienen.
Vor zehn Jahren identifizierten Forscher die erste molekulare Antenne des Geschmackssinns.
Erkenntnisse darüber, wie wir Salziges schmecken, komplettieren jetzt das Bild.
Mit dem Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS), dem bislang aufwändigsten Weltraumobservatorium für
geladene kosmische Strahlung, nimmt die Internationale Raumstation die astrophysikalische Grundlagenforschung
auf. AMS soll die Dunkle Materie enträtseln helfen, aber auch nach Antimaterie suchen.
Den weltgrößten Teilchenbeschleuniger kann man nicht einfach einschalten.
Angesichts der Komplexität des Large Hadron Collider ist es umso
erstaunlicher,
dass die Riesenmaschine schon jetzt Ergebnisse liefert.
Geringfügige Veränderungen der DNA, die bis vor Kurzem noch als belanglos
galten, sind nach neueren Erkenntnissen Auslöser vieler Erkrankungen.
Damit spielen sie nicht nur eine wichtige Rolle in der Evolution, sondern haben
auch große Bedeutung für Medizin und Biotechnologie.
Menschen kann man beeinflussen, ohne dass sie es merken.
Psychologen testen Auswirkungen von unterschwellig - nicht
bewusst - wahrgenommenen Ereignissen auf das Handeln.
Gegen den eigenen Willen lässt der Mensch sich, so folgern
die Forscher, allerdings nicht zwingen.
Die Geburt Christi als Nullpunkt aller Datierung und das Räderwerk der mechanischen
Uhr – erst diese Erfindungen des Mittelalters ermöglichten unsere heutige Vorstellungeiner
linearen, auf eine ergebnisoffene Zukunft hinlaufenden Zeit.
Kann man lauter gleiche quaderförmige
Bauteile ohne weitere Hilfsmittel
so zusammensetzen, dass
sie beliebig weit über die Tischkante
hinausragen? Es geht, und zwar
mit weit weniger Aufwand, als man
bislang für nötig hielt.
Friedemann Schrenk, einer der bekanntesten deutschen Paläoanthropologen,
schildert, wie er zu seinen wichtigsten Funden kam und warum der Frühmensch
schon viel früher aus Afrika ausgewandert sein dürfte als bislang angenommen.
Tankerhavarien werden seltener, dafür steigt das Umweltrisiko durch undichte Pipelines und
Bohrlöcher. Forscher und Behörden müssen sich schleunigst auf diesen Wandel einstellen.
Obwohl der Handel mit Elfenbein seit 20 Jahren verboten ist, töten
Wilderer in Afrika derzeit mehr Elefanten denn je. Mit DNA-Analysen
der Stoßzähne kommt man den kriminellen Kartellen auf die Spur.
Fast schien es, als hätten Biokraftstoffe und Batterien ihre stärkste Konkurrenz
– die lange als Hoffnungsträger gehandelten Brennstoffzellen –
aus dem Markt der alternativen Antriebstechnologien gedrängt. Doch nun
kündigt sich ein Comeback an.
Patienten mit Narkolepsie schlafen tagsüber immer wieder unvermittelt
ein. Der Grund: Ihr Immunsystem zerstört bestimmte
Neurone im Gehirn, die den Schlaf-wach-Rhythmus steuern.
Aktuell sind Forscher dabei, die letzten Rätsel dieser Erkrankung zu
lösen und neue Therapieansätze zu entwickeln.