Das verheerende Wirken der pelzigen Invasoren beschränkte sich jedoch nicht nur auf das Land, wie Kurle und ihre Kollegen bei einem Vergleich verschiedener Aleuten-Inseln feststellen mussten: Selbst angrenzende Meeresökosysteme können sich dem Einfluss der Ratten nicht entziehen, weil sich die verursachten Schäden durch die gesamte Nahrungskette fortsetzen. So gehört der Nachwuchs von Klippenausternfischer (Haematopus bachmani) und Beringmöwe (Larus glaucescens) zur bevorzugten Nahrung der Wanderratte (Rattus norvegicus), die auf den Aleuten vor allem eingeschleppt wurde.
Was der einen Freud, ist jedoch des Seetangs Leid: Schnecken und Co grasen vornehmlich Algen und Tang ab, sodass ihr gesteigerter Fraßdruck die Seetangfläche entlang der untersuchten Küsten nahezu halbierte. Gleichzeitig schufen sie mehr Freiräume für weitere Felsen besiedelnde Spezies wie Schwämme, Seeanemonen oder Manteltiere, die vorher vom Tang unterdrückt wurden. Aus einem ursprünglich von Pflanzen dominierten Ökosystem machten die Ratten indirekt eines, in dem wirbellose Tiere das vorherrschende Element bilden.








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