Biodiversität ist einer der neueren Trendbegriffe und die griffige Verpackung eines im Prinzip einfachen Sachverhalts: Artenfülle ist – wo sie noch besteht – nur schwer beherrschbar. Indes werden viele Zeitgenossen die Diskussion um den Artenschwund kaum nachvollziehen können, weil sie ihn nicht wahrnehmen. Wer selbst die gewöhnlichsten Ar-ten der mitteleuropäischen Siedlungslandschaft nicht kennt, wird sie in seinem Umfeld auch nicht vermissen. Bedenklich stimmt, dass nach vorliegenden Erhebungen selbst Studienanfänger der Biologie kaum zwei Dutzend heimische Gehölzarten zuverlässig benennen können.

Das Interesse an der qualifizierten Wahrnehmung der Natur (oder was man dafür hält) ist indessen ungebrochen. Die breite Palette von Naturführern, die Vielfalt zeigen und Bestimmungshilfen anbieten, sind zweifellos ein klares Signal dafür. Bildgeführt und mit kurzen diagnostischen Skizzen versehen präsentieren sie kataloghaft eine Auswahl von Arten, die zwischen Flensburg und Füssen in der heimischen Natur zu erleben sind.

Diesem generellen Buchprofil entsprechen auch die vorliegenden Neuerscheinungen, die von anerkannten Fachleuten geschrieben sind. Nach einem Einführungsteil (etwa zwanzig Seiten) behandelt der Bestimmungsteil jeweils 200 Arten (eine je Seite). Der so genannte 3er-Check, auf den bereits der Umschlag des "TopGuideNatur" heftig aufmerksam macht, kombiniert in einem Textkasten jeweils drei artspezifische Merkmale (bei den Vögeln Schnabelfarbe, Bauchgefieder und Beingestalt), die in briefmarkengroßen Detailfotos nochmals visualisiert werden. Häufig bieten sie Ausschnitte von Gestaltmerkmalen, die bereits im größeren Habitusbild hinreichend deutlich zu erkennen sind.

Die jeweils vorgenommene Artenauswahl (Blumen ungefähr zehn, Vögel fünfzig, Bäume und Sträucher siebzig Prozent des hei