Verursacht wurde diese Beschleunigung durch eine evolutionäre Anpassung der Agas, die im Laufe der letzten Jahrzehnte immer längere Beine bekamen, die sie entsprechend schneller und ausdauernder über das Land tragen als frühere Generationen. Doch diese Erfolgsgeschichte für die Art hat ihren Preis für viele Individuen, wie nun australische Forscher um Gregory Brown von der Universität Sydney melden.
Die Entzündungsreaktion beeinflusste zudem vor allem die hinteren Segmente der Wirbelsäule, die von Bewegungen wiederum am stärksten belastet werden. Für Brown und seine Kollegen lag es daher nahe, einen Zusammenhang zwischen dem Größen- und Beinwachstum, der beschleunigten Ausbreitung und dem Ausmaß der Arthritis zu knüpfen – ähnlich wie bei Säugetieren, unter denen große und gestresste Vertreter ein höheres Risiko für derartige entzündliche Prozesse aufweisen als kleinere.
Besondere Hoffnung auf eine verzögerte Invasion neuer Landesteile oder gar erfolgreiche Bekämpfung der Nezoen sollten sich die Menschen vor Ort aber nicht machen: Wenn die Agas experimentell zur ununterbrochenen Bewegung gezwungen werden, fällt ihre Leistung nach 15 Metern verglichen mit jener von gesunden Artgenossen zwar deutlich ab – wahrscheinlich wegen der Schmerzen, die mit den Gelenk-Abnormitäten verbunden sind. Doch unter natürlichen Bedingungen hinken die kranken Tiere den unbelasteten Verwandten keineswegs hinterher, da sie häufigere Pausen durch ihre längeren Beine kompensieren. Und auf ihren Appetit hat die Wirbel-Malaise ohnehin keinen zügelnden Einfluss. Das Mitleid mit den großen Lurchen wird sich seitens der Australier deshalb wohl eher in Grenzen halten.








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