Neurowissenschaftler versuchen dabei in erster Linie zu verstehen, wie das Gehirn ganz allgemein mentale Leistungen erbringt – das heißt, sie erforschen universelle, bei jedem von uns im Prinzip gleich ablaufende Prozesse. Nun wissen wir aber aus alltäglicher Erfahrung, dass sich Menschen durchaus stark voneinander unterscheiden. Der eine ist besonders sprachbegabt, die andere dagegen gewieft im Rechnen oder logischen Schlussfolgern; die eine fürchtet sich leicht, der Nächste fällt durch einen besonders impulsiven Charakter auf.
Solche mehr oder weniger stabilen Vorlieben und Persönlichkeitszüge bilden die Grundlage unserer Individualität


Christian Fiebach ist Leiter der Arbeitsgruppe "Neurokognition interindividueller Unterschiede" und Professor für Kognitive Neurowissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

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