Neutrinoastronomie
IceCube – Neutrinojagd am Südpol
Tief ins Eis der Antarktis versenkt, registriert ein außergewöhnliches Teleskop Teilchen der kosmischen Strahlung: »IceCube« soll auf der Amundsen-Scott-Station ein neues Fenster zum All eröffnen.
In den nächsten 20 Stunden versenkten Mitarbeiter des Teams eine Kabeltrosse mit 60 Glaskugeln, jede so groß wie ein Medizinball, in den engen Schacht. Die druckfesten Kugeln bergen hochempfindliche Lichtsensoren, die in regelmäßigem Abstand ab 1450 Meter Tiefe bis zum Grund des Bohrlochs angeordnet sind. Zwei Wochen später war das Schmelzwasser im Bohrloch vollständig gefroren.
Was sich eher nach einem glaziologischen Experiment als nach Astronomie anhört, war dennoch der Baubeginn eines großen Teleskops. Bereits drei Wochen später nahm die erste von 80 Trossen des Neutrinoteleskops IceCube ihren Betrieb auf. Bis zum Januar 2011 soll dieses Instrument fertig gestellt sein. Dann wird es hundertmal so empfindlich sein wie existierende Instrumente und den Himmel nach Neutrinoquellen im Weltall absuchen.
Rund 200 Wissenschaftler aus acht Ländern wollen damit unter anderem den Ursprung der kosmischen Strahlung, das Wesen der Dunklen Materie sowie exotische Elementarteilchen erforschen.


Nach seiner Promotion an der Berliner Humboldt-Universität
und einem Aufenthalt am Vereinigten Institut für Kernforschung
in Dubna (Russland) arbeitet Christian Spiering am DESY-Teilinstitut in Zeuthen bei Berlin. Von 1997 bis 2005 war er wissenschaftlicher
Koordinator des europäischen Teils von Amanda und von 2005 bis 2007 wissenschaftlicher Koordinator der internationalen IceCube-Kollaboration.
abrufen





Natur des Glaubens |
Himmelslichter |
Science@Stage |
Quantenwelt |
bildungslücke |
Reactions |
Mente et Malleo |
Öko-Logisch? |
Gute Geschäfte |
DIE ELEKTROKREATIVE KRAFT |
Landschaft & Oekologie |
Graue Substanz | 





