PALÄONTOLOGIE
Saurier als Superväter
Bei manchen Vogelarten kümmert sich allein das Männchen um den Nachwuchs. Überraschend ergaben jetzt Untersuchungen, dass es bei Dinosauriern, von denen die Vögel abstammen, offenbar genauso war.
Es geht aber auch anders, wie das Beispiel der Vögel zeigt: Hier sind bei weniger als zehn Prozent der Arten die Weibchen allein für die Betreuung des Nachwuchses zuständig. Bei den Neognathae, zu denen die Mehrheit der Vogelspezies von Hühnern bis Sperlingen zählt, kümmern sich beide Elternteile um die Jungen. Und bei den Paleognathae, mit den Laufvögeln wie dem Strauß als prominenten Vertretern, sind es sogar fast durchweg die Väter allein, welche die Eier ausbrüten.
Bislang war unklar, welches dieser Fürsorgemodelle das ursprüngliche ist. Die Mehrheit der Biologen favorisierte Überlegungen, wie Nancy Tyler Burley von der University of California in Irvine und Kristine Johnson von der University of New Mexico in Albuquerque sie 2002 darlegten. Demnach gab es unter den Vögeln zunächst keine Paarbindung, und die Weibchen sorgten allein für den Nachwuchs. Da die Männchen ihrer Vaterschaft nicht sicher waren


Jochen Steiner ist freier Wissenschaftsjournalist
in Mainz.
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