Paläontologie
Der Aufbruch der frühen Menschen
Woher kommt der moderne Mensch, wie sahen unsere Urahnen aus, wie entwickelten sie sich weiter, und wie gestalteten sie ihr Alltagsleben? Eine Ausstellung in Mannheim gibt die Antworten.
Hans-Peter Kraft, Gaëlle Rosendahl, Wilfried Rosendahl und Alfried Wieczorek
In mehreren Erlebnisräumen können sich die Besucher auf eine spannende Zeitreise durch die Welt unserer steinzeitlichen Vorfahren begeben. Wenn, wie in dieser Ausstellung, mit allen Sinnen erfahrbare Geschichten vom Aufbruch der frühen Menschen erzählt werden, verwandeln sich die Exponate gewissermaßen zu lebendigen Hauptdarstellern.
Unsere Kenntnis von der Frühgeschichte des Menschen in Europa hat vor rund hundert Jahren eine spektakuläre Erweiterung erfahren: In einer Sandgrube nahe der Ortschaft Mauer bei Heidelberg wurde im Oktober 1907 der Unterkiefer eines Urmenschen entdeckt. Otto Schoetensack, der an der Universität Heidelberg Urgeschichte lehrte und die Arbeiten an der Sandgrube jahrelang wissenschaftlich begleitete, beschrieb diesen Menschentyp als Homo heidelbergensis. Bis heute repräsentiert dieser Fund mit einem Alter von rund 700000 Jahren den ältesten Mitteleuropäer.
Eine nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch das Atelier Wildlife Art in Breitenau erstellte Büstenrekonstruktion vermittelt dem Ausstellungsbesucher, wie der Urmensch von Mauer ausgesehen haben könnte. Aus gutem Grund wird die Büste des Homo heidelbergensis ohne Körperfarben und -behaarung präsentiert. Denn diese Elemente sind aus Knochenfunden nicht zu erschließen und wären deshalb reine Spekulation und künstlerische Freiheit. Die Rekonstruktion der Weichteile hingegen ist recht gut möglich, denn die Ansatzstellen von Muskul


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