Raumfahrt
Der nächste Flug zum Mond
2020 kehrt die Menschheit zum Mond zurück – dieses Mal nicht nur für einen kurzen Besuch. Der Apollo-Nachfolger Orion ermöglicht vier Astronauten, gleich ein halbes Jahr lang vor Ort zu bleiben.
Wir schreiben das Jahr 2020. Noch immer ist der Erdmond ein geheimnisvoller Ort – und fast ein halbes Jahrhundert lang hat ihn kein Mensch mehr betreten. Nun aber kehren die Amerikaner zum Mond zurück. Und wollen dort bleiben. Dieses Mal soll ein Außenposten errichtet werden, der einer neuen Generation von Raumfahrern


Charles Dingell, William A. Johns
und Julie Kramer White leiten
ingenieurwissenschaftliche und
technische Projekte im Rahmen des
Orion-Vorhabens von Nasa und
Lockheed Martin. Dingell ist technischer Nasa-Direktor
für Orion. Er hatte auch leitende
Positionen beim Spaceshuttle-,
X-38-Crew-Return-Vehicle- und
Orbital-Space-Plane-Programm
inne. Johns ist Chefingenieur und
technischer Direktor für das Orion
Crew Exploration Vehicle (CEV) bei
Lockheed Martin, dem Hauptvertragspartner
der Nasa für das
Projekt. Er arbeitete auch an den
einzelnen Versionen der Centauroberstufe
sowie an der Entwicklung
der Atlas-V-Rakete. Kramer White ist
Chefingenieurin der Nasa für das
Orion-CEV-Projekt. Sie blickt auf
über 20 Jahre Erfahrung im technischen
Management für das
Spaceshuttle-, das ISS- und das
X-38-Programm zurück.
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1. Wiederverwendung von Artemis?
26.11.2007, Horst Bresele, 94377 SteinachWas geschieht nach der Rückkehr vom Mond mit der Wiederaufstiegseinheit Artemis? Bleibt diese in einer Umlaufbahn um den Mond zurück? Aus ihrem Artikel kann ich jedenfalls keinen Hinweis auf eine Wiederverwendung der neuen Mondlandefähre entnehmen.
Wäre es nicht sinnvoller, die Mondlandefähre ebenso wie die Mannschaftskapsel mehrfach nutzen zu können? Ich könnte mir vorstellen, dass mit der ersten Mission Artemis zum Mond transportiert wird und für eine Folgemission in der Mondumlaufbahn verbleibt. In der zweiten Mission wird dann der untere Teil der Landefähre plus ein Ersatztriebwerk mitgebracht und in der Mondumlaufbahn an Artemis angekoppelt.
Da die Kopplung von Mannschaftskapsel mit Antriebsstufe EDS und Mondlandefähre in der Erdumlaufbahn bereits eingeplant ist, sollte eine entsprechende Vorgehensweise in der Mondumlaufbahn die Planer ebenfalls nicht vor unlösbare Probleme stellen.
Für eine kurze Information, ob über dieses Problem bereits nachgedacht wurde und eventuell technische oder finanzielle Schwierigkeiten eine Umsetzung verhindern könnten, wäre ich Ihnen sehr verbunden.
Mit freundlichen Grüßen,
Horst Bresele
StR Dipl.-Phys.
2. Einbindung in ISS-Projekt
09.12.2007,