Schwerpunkt Schwarze Löcher
Was wäre, wenn … man in ein Schwarzes Loch fiele?
Wie eine Raumsonde in die Finsternis stürzte. Ein Missionsbericht
Snaut war Kommandant des Raumschiffs »Kronos«, Falkner wissenschaftlicher Offizier an Bord. Die beiden hatten sich auf der Kommandobrücke getroffen, um die Ergebnisse einer viel beachteten Mission zu besprechen – eines Flugs ins Innere eines Schwarzen Lochs nämlich.
Die Mission war ohne Komplikationen verlaufen. Zunächst war die Kronos in die Nähe eines Schwarzen Lochs geflogen und hatte dort die kleine Raumsonde »Intruder« ausgesetzt. Von der Schwerkraft angezogen, fiel die Sonde daraufhin in das Loch. Mit Kameras, Geschwindigkeits- und Entfernungsmessern an Bord hatte sie ihren Sturz aufgezeichnet und die Daten an die Kronos gesendet. Es handelte sich um das erste Experiment in der Geschichte, das den freien Fall in ein Schwarzes Loch dokumentierte. Die beteiligten Forscher, zu denen Snaut und Falkner gehörten, hatten die Ergebnisse natürlich kaum erwarten können.


Frank Schubert ist freier Mitarbeiter bei AH. Er dankt Hanns Ruder vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Uni Tübingen für die fachliche Unterstützung.
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1. Logikfehler?
20.10.2007, Peter Gisder, Bindlachich habe Ihre Geschichte nicht ganz nachvollziehen können. Wie kann die Kronos, die sich außerhalb des Einflußbereichs des Schwarzen Loches befindet, Signale oder gar Fotos ihrer Sonde empfangen, die mit einer Relativgeschwindigkeit nahe c und entsprechender Zeitdilatation auf das Schwaze Loch zustürzt? Da hätte es doch statt der aus "extrem widerstandsfähigen Nanomaterialen" gebauten Sonde ein einfacher Sack Müll auch getan ... ;-)
Viele Grüße
Peter Gisder
2. Schwarze Löcher
24.10.2007, K. Helmken, Bremenals Abonnent Ihrer Zeitschrift möchte ich Sie zu der neuen Inhaltsausrichtung beglückwünschen!
Beim Lesen Ihres Schwerpunktthemas "Schwarze Löcher" erfuhr ich, dass Materie, die in ein Schwarzes Loch stürzt, aus der Sicht eines entfernten Beobachters nie den Ereignishorizont überschreitet. Dieser Effekt ergibt sich aus der Relativitätstheorie. Die Vorstellung von Schwarzen Löchern als "Materiefresser", die "alles verschlingen", müsste demnach falsch sein - vielmehr sollten Schwarze Löcher Materie "einfrieren". Kann ein Schwarzes Loch überhaupt an Masse gewinnen, wenn doch nichts hingelangen kann?
Zusätzlich stellte sich mir noch eine Frage: Sie schreiben, dass aus der Sicht eines Außenstehenden die Materie, die auf ein Schwarzes Loch zustürzt, niemals den Ereignishorizont überschreitet, dass aber der Übertritt des Ereignishorizonts aus Sicht der hineinfallenden Materie gar nicht "bemerkt" werde. Müsste nicht aber - aus der Position der hineinfallenden Materie betrachtet - die Zeit im restlichen Universum immer schneller und mit dem Erreichen des Ereignishorizontes unendlich schnell verlaufen? "Erlebt" die hineinfallende Materie somit das Ende aller Zeiten?
Vielen Dank für eine Antwort!
Mit freundlichen Grüßen,
K. Helmken
3. Noch ein Problem mit dem Ereignishorizont
31.10.2007, Claus Zille, Neukirchen 24, 92697 Georgenergwenn irgendwas in das schwarze Loch fällt so wird dieses, wenn auch geringfügig, größer. Damit muss der von außen beobachtete Fall doch enden, da der Ereignishorizont verschluckt wird (ergibt sich aus dem Schwarzschildradius). Interessant wäre zu wissen was passiert, wenn das Loch rotiert und die Radiusänderung kleiner als der Planckradius wäre. das gäbe eine "Unwucht". Oder passiert was ganz anderes?
Viel Erfolg weiterhin mit AH und SuW
Claus Zille